Regenbogen-Schnürsenkel – ein Statement gegen Homophobie

Im Jahr 2013 startete erstmal die Kampagne „Rainbow Laces“ als Statement gegen Homophobie im Fußball – eines der größten Tabuthemen in diesem Männerdomäne-Sport und wahrscheinlich auch in zahlreichen anderen Bereichen. Ins Leben gerufen wurde sie unter dem Hashtag #RainbowLaces vom – nicht ganz unumstrittenen, weil natürlich finanzielle Interessen habenden – Wettanbieter Paddy Power sowie den Netzwerken Stonewall und Gay Football Supporters Network gegen Homophobie. Sie verschickten im vergangenen Jahr die regenbogenfarbenen Schnürsenkel an alle Fußballprofis in Großbritannien mit der Aufforderung, sie zu den Spielen am 13. und 14. September zu tragen – egal ob Mann oder Frau. Auch die Fans wurden aufgerufen sich an der Aktion zu beteiligen.

Der deutsche Ex-Profispieler Thomas Hitzlsperger, der Ende 2013 sein Coming Out bekanntgab und damit der Diskussion um Schwulenfeindlichkeit im Fußball in diesem unseren Land richtigen Auftrieb gab, unterstützt die Kampagne genauso wie die Spieler des FC Arsenal London, die diesen wunderbaren Clip ins Netz stellen ließen

Der eine Spieler kann nichts dafür, dass er wie Lewis Hamilton aussieht, der andere kann nichts für seine perfekte Frisur, ein anderer ist hinreißend und Santi Cazorla ist einfach klein. Und manch Fußball ist einfach homosexuell… – so wie im „normalen Leben“ auch. Wie sagte Thomas Hitzlsperger: „Ich will zeigen, dass es normal ist, Profi-Fußballer und schwul zu sein. Der angebliche Widerspruch zwischen dem Männersport Fußball und Schwulsein ist Unsinn.“

Ich finde es schade, dass wir in unserer angeblich so aufgeklärten Zeit immer noch über solche Themen reden müssen, dass sie überhaupt ein Thema sind. Aber so ist es. Heute ist übrigens wie auch in Brandenburg Wahl in Thüringen und es ist zu befürchten, dass man auch hier sehen kann, wie schnell der Mensch vergisst und welche tiefsitzenden Vorurteile die Steuerung über die  Kreuzsetzung auf dem Wahlzettel übernehmen werden.

wolle

Wer ein Zeichen setzen möchte – egal ob gegen Homophobie im Fußball, im Sport oder in allen anderen Bereichen, oder gegen andere Formen von Diskriminierung – hier ist eine wunderbare Anleitung aus der Mollie Makes sich regenbogenfarbene Schnürsenkel herzustellen. Tragt sie im Schuh, am Handgelenk, an der Tasche, als Haarband – wie ihr wollt. Und macht die Welt ein bisschen bunter 🙂

In diesem Sinne: „Der Tag wird kommen“ – wie Marcus Wiebusch singt.

Eure Maja

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