Jeans-Upcycling – Folge II

Zum Thema Upcycling – im speziellen der Tragbarmachung untragbar gewordener Jeanssachen – habe ich bereits geschrieben. Und, was soll ich sagen – es kam gut an. Deshalb möchte ich hier und heute noch ein paar Taschen-Modelle zeigen, die per Jeansupcycling entstanden sind.

Collage michi upcycling

Modell 1 – eine, wie ich finde, wunderbare Farbkombination. Wenn man mal ehrlich ist, mag man ja nun wirklich nicht aus jeder Jeans etwas neues entstehen lassen. Es kommt auch ein bisschen auf die Waschung an, auf die Farbe. Der Rest ist und bleibt Tüftelei. Jede Jeans ist ein bisschen anders – so gibt es kein Schnittmuster, nur einen Plan im Kopf, Augenmaß und dann doch noch ein Maßband 😉

Zuerst schneide ich stets die Hosenbeine ab und lege sie beideite. Daraus kann man prima Henkel nähen. Dann schaue ich, ob es Dinge zu kaschieren gilt – Löcher, Risse – und überlege mir eine Variante, die auch zum Stoff passt, wie z.B. Applikationen. Ist dies passiert, messe ich die untere Kante aus und bereite einen Stoffring vor, den ich an den unteren Kanten innen feststecke und per Zierstich annähe. Diesen schließe ich dann am unteren Rand und füge Abnäher für den Taschenboden ein. Nun verfahre ich oben ähnlich und passe eine Innentasche an.

Henkel kann man vorab einnähen oder oben auf – wie man mag. Günstig ist es, beim Einnähen der Henkel einen guten Vorrat an Jeansnadeln im Haus zu haben. 😉

Dann noch Schnicki dran und fertig ist das gute Stück. Was hier in ein paar Zeilen schnell beschrieben wurde, dauert in Echtzeit… – echtes Handwerk!

Collage manu upcycling

Modell 2 – hier wurde ein Jeansrock verwendet. Vom Ablauf her bleibt die Herstellung ähnlich. Natürlich näht sich die untere Kante leichter, es geht nicht auf und ab 😉

Collage upcycling anja

Modell 3 – schöne Herbstkombination. Zur Zeit nähe ich total gern diese Jeansblumenapplikation, die hier auf dem ehemaligen Po-Teil zu sehen ist.

Collage upcycling gürteltasche

Diese Gürteltasche – Modell 4 also – ist nach dem Schnittmuster „Wallaby“ von amba Zamba entstanden – so geht es bei kleinen Sachen natürlich auch. Hier habe ich die Hinterseite einer kurzen Jeans verwendet. Diese konnte man ehemals an den Hosenbeinen hoch krempeln und per Schlaufen und Knöpfen festschnallen. Diese Henkel hab ich hier auch weiter verwendet, um einen langen Tragehenkel optional dran zu basteln, je nachdem, wie man die Tasche tragen möchte.

Mein Fazit bisher: Upcycling ist sinnvoll, sehr individuell und vielseitig, macht aber auch „Arbeit“. Ich werde noch mehr probieren – nicht nur mit Jeans. Eine gute Inspirationsquelle ist immer Pinterest 🙂

Upcycled ihr auch?

Eure Maja

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9 Kommentare zu “Jeans-Upcycling – Folge II

    • Vielen Dank, liebe Nine 🙂 Und ich freu mich, dass ich dich ein bisschen anstecken kann mit meinen Upcycling-Taschen. LG Maja

  1. Oh, die Gürteltasche ist ja auch schick geworden! Ich probiere mich auch immer mal wieder an Upcycling. Aber du hast recht, es dauert vergleichsweise lange und man weiß vorher nie so genau, ob es am Ende wirklich gut gelingt, weil man das Modell nur im Kopf hat bis es fertig wird. Andererseits macht es ja nichts, wenn es daneben geht, weil man die Sachen in der bisherigen Form sowieso nicht mehr benutzen konnte. Ich habe auch noch ein paar Jeans rumliegen… – Hab aber auch schon Puppen draus genäht, und träume davon, mal einen Jeansrock aus einer alten Jeanshose zu machen.

    • Stimmt, beim Upcycling hat man den Materialdruck nicht so im Nacken und kann probieren. Das ist auch das Schöne. Liebe Marlene, so einen Jeansrock bekommst du bestimmt hin. Das obere Hüftteil von der Hose ist immer ein guter Anfang für einen Rock. Und dann längere Teile aus Jeans und/oder bunten Stoffen unten dran – ob nun quer oder längs… Da fällt dir bestimmt was ein. Ein individuelles Ergebnis hast du dann auf jeden Fall. LG und bis bald, Maja

      • Spannend wird’s, wenn es nicht meine Hose war. Aber mir schwebt auch eine Art Träger-Rock vor, so latzähnlich, ohne Latz. Na ich muss wohl lieber erst mal ein paar Zeichnungen machen 🙂
        Bis bald (am 17.!)

  2. Pingback: Filz-Upcycling – Kleines Tragbares

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