Selbst gemachte „Milchschnittchen“

Für uns ist es – auch aus gesundheitlichen Gesichtspunkten (Darüber habe ich hier schon berichtet…) – sehr wichtig zu wissen, was in unserem Essen enthalten ist. Neben dem Vermeiden von Allergenen geht es uns auch um die Verwendung von Bio-Zutaten und einem Meiden von allem, was künstlich ist und echt nicht sein muss. Da hilft nur eins – selbst machen.

Ein Beispiel für einen typischen zuckersüßen und aromatisierten Kindersnack ist ja die allerorts bekannte Milchschnitte – ansich ja keine schlechte Idee (so mit Milch und Honig, nicht wahr), aber für uns in dieser Form nichts, was wir wöllten oder könnten.

Auf dem schönen Blog von Kleine Fluchten habe ich nun ein Rezept für ein DIY-Milchschnittchen entdeckt und für unsere Zwecke angepasst. Das Original-Rezept vom Blog findet ihr hier.

Meine Abwandlung (ohne Ei, ohne Weizen und ohne Mascarpone) sieht folgendermaßen aus:

milchschnitten

Für den Teig ca. 80 g Butter schmelzen und mit 80 g Vollrohrzucker, einem Schluck Mineralwasser und einem Päckchen Vanillezucker schaumig schlagen. Dazu ein halbes Päckchen Backpulver, ein Päckchen Schoko-Puddingpulver und 70 g Dinkelmehr verrühren und dünn auf ein kleines, mit Backpapier ausgelegtes Backblech streichen. Im vorgeheizten Backofen (Ober- und Unterhitze) bei 200 Grad ca. 10 min backen, gut auskühlen lassen und mittig durchschneiden.

Für die Füllung 200 g Sahne mit einem Päckchen Vanillezucker steif schlagen und unter eine Masse aus 200 g Magerquark mit 2 EL Honig heben. Diese Masse auf eine Seite des Bodens aufstreichen, das zweite Teilchen mit der Unterseite nach oben auflegen und die riesen Konstruktion im Kühlschrank über Nacht lagern. Vor dem Verzehr in Stücke schneiden und gut schmecken lassen  ⊱✿ ✿⊰

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„Mama, stimmts, das darf ich essen?!“ – Kinder und Essverhalten bei oder trotz Neurodermitis

„Mama, stimmts, das darf ich essen?!“ – Kinder und Essverhalten bei oder trotz Neurodermitis

Kinder und Essen bzw. Ernährung – das ist ja doch immer ein sehr spezielles Thema. Und es geht frühzeitig los – im Prinzip schon in der Schwangerschaft, denn wir wissen doch eigentlich alle, dass die Kleinen im Bauch das konsumieren, was Mama zu sich nimmt. Zurecht soll man auf Alkohol und unnötige Medikamente verzichten, auf Nikotin und sonstige schädliche Substanzen. Für mich als Allergikerin bestand bereits zu diesem Zeitpunkt (bisher zwei Mal also :-)) die Frage, ob ich etwas tun bzw. vermeiden kann und sollte, um meinen noch nicht geborenen Kindern vielleicht ein Leben mit Allergien zu ersparen. Aber das ist so kompliziert, wie Allergien vielschichtig sein können. Im Prinzip aß und esse ich gesund, Bio und für meine Verhältnisse ausgewogen.

Als die kleinen Wesen auf der Welt waren, stürzte ich mich jeweils hoch motiviert in das Abenteuer Stillen und hatte das Glück, dass dies ohne größere Probleme gut klappte. Beide Mädchen zeigten sich geschickt und willig ;-). Es heißt ja, dass man durch das Stillen eine Allergieneigung vermindern kann. Gerade bei meinem kleinen Bienchen hätte die Allergieneigung geradezu gelöscht werden müssen, so gut, wie es funktionierte. Aber gerade sie entwickelte im Alter von ca. einem dreiviertel Jahr eine schwere Neurodermitis. Natürlich können neben dem Schicksal und der Veranlagung noch andere Auslöser vorliegen. Darüber nachzudenken macht großen Kummer, löst Schuldgefühle aus und Zweifel. Wichtiger ist es aber wahrscheinlich, einen Weg zu finden, mit der Situation klar zu kommen, in der sich das Kindchen befindet – aber auch man selbst.

Für uns brachte ein Allergietest eine erste Orientierung im Essverhalten. Aber nicht alles kann durch solche IgE-Tests aufgedeckt werden. Unverträglichkeiten lassen sich nicht durchs Blut nachweisen, sondern nur durch detektivische „Suche“, indem man das Essen sozusagen kontrolliert – dass man also immer weiß, welche Zutaten enthalten sind. Dass dies auch Auswirkungen hat auf das Essverhalten der Kinder, ist bestimmt leicht zu verstehen. Nichts wäre schlimmer, als beim Bienchen eine Ambivalenz zum Essen, gar eine Angst gegenüber Nahrung und Genuss, durch übertriebene Kontrolle zu schüren. Auf der anderen Seite bringt aber gerade die Erfahrung von schweren allergischen Reaktionen große Vorbehalte gegenüber Nahrungsmitteln und „Vorab-Befürchtungen“ mit sich.

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