Untragbares tragbar machen

Untragbares tragbar machen

Heute möchte ich euch mein erstes größeres Upcycling-Projekt zeigen. Die Idee ist sicherlich nicht neu und nicht von mir – Jeansverwertung und Umnutzung als Tasche. Aber sie ist wunderbar und praktisch…

In meinem Fall hatte es sich erledigt mit der Tragbarkeit meines liebsten Jeansrockes. Er war am hinteren Schlitz eingerissen (wie das so ist mit Röcken und dem Autoein- und Ausstieg…). Die ganze Zeit hab ich überlegt, was damit noch anzustellen wäre – und letztendlich ist es der Klassiker geworden: eine Tasche.

Dazu habe ich den Rock über dem kaputten Schlitz abgeschnitten, alles ausgemessen und die Tasche sozusagen rundherum angepasst. Heraus gekommen ist dies:

upcycling ganz

Alle Jeansrocktaschen habe ich mit Kamsnaps versehen, so kann man da auch Kleinkram drin lagern, z.B. Taschentücher. Unten habe ich gepunkteten Stoff angenäht, oben Äpfelchen und gepunktete Schlaufen als Befestigung für den langen Henkel. Außerdem gibt es Trageriemchen aus Gurtband, verziert mit Apfelwebband.

upcycling oben

Anschließend habe ich eine passende Innentasche zugeschnitten und mit dickem Vlies gefüttert, eine Wendeöffnung offen gelassen und Außentasche mit Innentasche am obenen Rand geschlossen. Nun wurde das gute Stück gewendet und die Öffnung geschlossen. Den langen Henkel hab ich nach eigenem Längenempfinden ausgemessen, doppellagig genäht und per Schlüsselringen (Apfelform!!!) und Karabiner an die Schlaufen angebracht.

upcycling henkel

Als Verschluss für die Tasche dienen Kamsnaps und ein besonderer Hingucker ist der grüne Gürtel, der von der Farbe her super passt – und hier im Haushalt ungenutzt vor sich hin vegetierte 😉

Die Tasche ist nun 40 cm breit und 46 cm hoch – da passt viel rein, durch die dicke Fütterung sogar der Laptop.

Die Fotos sind übrigens am großen Fensterladen der ehemaligen Schusterwerkstatt meines Opas entstanden. Die werde ich wieder als Hintergrund nutzen, ganz sicher…

Collage Upcyclingtasche

Die Upcyclingtasche habe ich den Initiatoren der Nöbdenitzer Facebook-Seite zur Versteigerung zur Verfügung gestellt. Auf dieser Seite wird aktuell seit einiger Zeit auf den Baum aus uralten Zeiten als Wahrzeichen unserer Region aufmerksam gemacht. Hintergrund war die drohende Fällung aufgrund von behördlichen Sicherheitsbedenken. In der Folge gründete sich ein Rettungsbündnis, welches auch Spenden für den Erhalt der Eiche sammelt. So geht der Erlös dieser kleinen Versteigerung auch zu 100 % in die Spendenkasse für unsere Tausendjährige Eiche. Wer sich dafür interessiert: Von heute ab 18 Uhr an bis um die gleiche Zeit am Sonntag, den 20. Juli 2014, kann geboten werden 🙂

Bis bald und liebe Grüße,

eure Maja

Werbeanzeigen
„Leni“ von allerlieblichst

„Leni“ von allerlieblichst

Kleines Tragbares – im Privaten ging es mit Kleidung fürs kleine Bienchen (die zweite Haut…) los, für andere mit Taschen. Ich liebe es, Taschen zu nähen. Sie sind Wegbegleiter, Schmuckstücke, Farbtupfer, Überlebensverpackung, man kann sich dran festhalten… Sie sind Überraschungsgeschenke, personalisierbar für Kinder – man kann also einiges damit anfangen und variieren.

Hier ist für mein großes Bienchen eine kleine Shoppingtasche nach dem Schnitt „Leni“ von allerlieblichst entstanden. Ein bisschen variiert habe ich auch hier, man hat ja nicht immer alles bei der Hand. So habe ich z.B: Zackenlitze auf- statt eingenäht, einen Kamsnap-Verschluss angebracht und den Träger längenverstellbar gearbeitet.

Collage türkise Tasche hanni

Allerlieblist bietet viele tolle Schnitte, nicht nur für Taschen. Auch Kleidung für Groß und Klein, Häkel- und Strickanleitungen sind als Ebooks zu erwerben – alles verständlich und bildhaft erklärt. Ich mag den Stil 🙂

Eure Maja

Stoffreste-Verwertung

Rund um Weihnachtenn waren diese kleinen Chiptaschen sehr beliebt – so mein Eindruck. Als kleine Beigabe zum Geschenk, als Glücksbringer für das neue Jahr… Mal abgesehen von der Niedlichkeit und der schönen Geste sind diese kleinen Täschchen auch eine gute Möglichkeit Stoffreste – insbesondere Streifen – sinnvoll aufzubrauchen.

Collage chiptaschen

Für meinen Geschmack muss man sich dabei nicht an feste Maße oder ein Schnittmuster halten, denn die kleinen Taschen sehen sowohl quadratisch oder rechteckig (höher als breit oder breiter als hoch ;-)) immer gut aus.

Für eine kleine Tasche in den Maßen 5 mal 5 cm braucht man 2 Stoffstreifen (farblich passend) in ca. 6,5 cm Breite (links und rechts 0,7 cm Nahtzugabe = Nähfüßchenbreite inklusive) und ca. 14 cm Länge. Beide Streifen mit den schönen Seiten aufeinander legen und an beiden langen Seiten sowie der dazwischen liegenden kurzen zusammennähen, Ecken schräg abschneiden, wenden und glatt bügeln. Dann die noch offene Seite schließen und den schönen Streifen, der entstanden ist, auf einer Seite 5 cm hoch klappen. Nun hat man schon die Taschenform.

chiptasche grau offen

Möchte man die kleine Chiptasche als Schlüsselanhänger nutzen, ist es nun Zeit, an einer Seite ein zur Schlaufe gelegtes und versiegeltes Band einzulegen – und wenn ein Karabiner verwendet werden soll, muss der gleich jetzt zwischen das Band. Schlüsselringe kann man später einfädeln.

Den kleinen Taschenkörper links und rechts schließen und dabei aufpassen, dass das Band gut eingelegt bleibt. Als Verschluss nehme ich sehr gern farblich passende Kamsnaps. Zum Einpassen einfach die Klappe der Tasche auflegen und die mittige Stelle markieren, durchstechen und die Druckknöpfe eindrücken. Übrigens geht das auch durch 2 bzw. 4 Lagen Stoff, sodass man den Kamsnap auch am schon fertigen Taschenkörper gut anbringen kann – ohne Gepfriemel 🙂

chiptasche lila schutzengel

Ein schönes Mitgebsel oder ein Glücksbringer entsteht, wenn man an den Karabiner oder den Schlüsselring kleinen Schnickschnack hängt – es gibt da tolle Sachen: Perlen, Schutzengel, Sterne, Eulen. Lasst eurer Fantasie freien Lauf 🙂 und viel Freude beim Ausprobieren und Tüfteln und Resteverwerten!