Jeansupcycling – schon wieder ;-)

Jeansupcycling – schon wieder ;-)

So langsam wächst mir das Upcycling alter, abgetragener Jeans so richtig ans <3, aber so richtig 🙂 Deshalb kommt hier das nächste Beispiel für euch. Aus einer Jeans in Größe 34 (klein, sehr sehr klein…) sollte eine große Tasche als Mami-Begleitung entstehen. Hier konnte ich nicht einfach aus dem oberen Hosenteil einen Taschenkörper zaubern, hier musste Platz her 🙂

conny-4

So habe ich diesmal das vordere und hintere Hosenteil auseinander genommen, nachdem ich die Beinteile abgeschnitten hatte. Die Hosenteile habe ich auf Dekostoff genäht und dabei den Bund oben offen gelassen und mit Druckknöpfen fixiert – so ergab sich zusätzlicher Stauraum.

Weiterlesen

Advertisements
Jeansupcycling – Folge III

Jeansupcycling – Folge III

Jeans-Upcycling – das Anders-Verwenden von alten abgetragenen oder sogar kaputten Jeans, ist für mich zu einer kleinen Leidenschaft geworden. Ohne große Worte möchte ich hier eins der neuesten Modelle zeigen – eine Jeanstasche im Foldover-Style.

monique-1

Hier habe ich den Bund entsprechend der Hosenbeine auseinander genommen, längs aufgeschnitten und in Kombination mit einem schönen Baumwollstoff zusammen gefügt.

monique-3

Oben wird die Tasche per Reißverschluss gesichert.

monique-2

Da der Gurt weiter unten angesetzt wird, kann man den oberen Teil herunter klappen und als stille Reserve für größere Shoppingtouren nutzen.

monique-4

Ein verstellbarer Schultergurt macht die Tasche komplett und praktisch.

So wird eine alte Jeans mit Flecken und Löchern wieder einsatzfähig und tragbar. Im eigentlichen Sinne sollte Upcycling vielleicht komplett aus einer Wieder- oder Weiterverwertung bestehen. Ich persönlich finde eine Kombination aus Altem und Neuem ansprechender.

Lieber Gruß, Maja

Filz-Upcycling

Filz-Upcycling

Upcycling begleitet mich nun schon einige Zeit. Dazu habe ich auch hier schon einiges gezeigt. In erster Linie haben es mir Taschen angetan – also die Umwandlung von Materialien, die als solche eigentlich ausgedient hätten, in Taschen.

Dies hier ist der erste Versuch Filz „umzuverwenden“. Eine liebe Freundin von mir ist Designerin und hat sich aufs Filzen spezialisiert. Tolle Sachen hat sie geschaffen – und so u.a. einen Filzrock mit passender Weste dazu. Unprofessioneller Weise hab ich die beiden Teile leider nicht vorm Auseinandernehmen fotografiert, so kann ich nur zeigen, was entstanden ist:

Filztasche Schmetterlinge 1

Weiterlesen

DIY: Schutzengel in 10 Minuten

DIY: Schutzengel in 10 Minuten

Ihr Lieben,

heute habe ich mal wieder eine kleine kreative Idee für euch vorbereitet – inspiriert vom weihnachtlichen Tutorial „Helfer mit Flügeln“ vom Blog „Schönste Bastelzeit“, dem ich sehr gern folge. Hier zeigte Katja eine wunderbare Anregung, die Weihnachtspäckchen mit einem persönlichen Schutzbegleiter auszustatten – einem Engelchen an einer Klammer.

Schutzengelchen sind immer eine Botschaft, ob für sich selbst oder als Geschenk für die Lieben. Die Botschaft heißt: Du bist nicht allein, ich denke an dich und du sollst behütet sein. Wäre es da nicht schön, den kleinen Geschenke-Schutzengel als ständigen Begleiter in Form eines Schlüsselanhängers umzuwandeln… Das habe ich mir als Tüftelei vorgenommen und heraus gekommen ist für euch eine klitzekleine Anleitung für eine schnell umsetzbare Schutzengelei.


Material:

Baumwoll-Stoffreste (oder auch Upcycling-Material wie Jeans ist verwendbar), Kunstlederreste, Reste von aufbügelbarem Volumenvlies, eine Holzperle mit einem Durchmesser von 15 mm und zwei mit 1 cm, ca. 33 cm Lederband oder Kordel, ein Schlüsselring, ein Bügeleisen und eine funktionsfähige Nähmaschine

Und so geht es:

Folgt zuerst diesem Link zum Blog von Katja und ladet euch die Vorlage für die Engelsflügel herunter – ihr findet die Vorlage in der Materialliste.

Weiterlesen

Jeans-Upcycling – Folge II

Jeans-Upcycling – Folge II

Zum Thema Upcycling – im speziellen der Tragbarmachung untragbar gewordener Jeanssachen – habe ich bereits geschrieben. Und, was soll ich sagen – es kam gut an. Deshalb möchte ich hier und heute noch ein paar Taschen-Modelle zeigen, die per Jeansupcycling entstanden sind.

Collage michi upcycling

Modell 1 – eine, wie ich finde, wunderbare Farbkombination. Wenn man mal ehrlich ist, mag man ja nun wirklich nicht aus jeder Jeans etwas neues entstehen lassen. Es kommt auch ein bisschen auf die Waschung an, auf die Farbe. Der Rest ist und bleibt Tüftelei. Jede Jeans ist ein bisschen anders – so gibt es kein Schnittmuster, nur einen Plan im Kopf, Augenmaß und dann doch noch ein Maßband 😉

Weiterlesen

Untragbares tragbar machen

Untragbares tragbar machen

Heute möchte ich euch mein erstes größeres Upcycling-Projekt zeigen. Die Idee ist sicherlich nicht neu und nicht von mir – Jeansverwertung und Umnutzung als Tasche. Aber sie ist wunderbar und praktisch…

In meinem Fall hatte es sich erledigt mit der Tragbarkeit meines liebsten Jeansrockes. Er war am hinteren Schlitz eingerissen (wie das so ist mit Röcken und dem Autoein- und Ausstieg…). Die ganze Zeit hab ich überlegt, was damit noch anzustellen wäre – und letztendlich ist es der Klassiker geworden: eine Tasche.

Dazu habe ich den Rock über dem kaputten Schlitz abgeschnitten, alles ausgemessen und die Tasche sozusagen rundherum angepasst. Heraus gekommen ist dies:

upcycling ganz

Alle Jeansrocktaschen habe ich mit Kamsnaps versehen, so kann man da auch Kleinkram drin lagern, z.B. Taschentücher. Unten habe ich gepunkteten Stoff angenäht, oben Äpfelchen und gepunktete Schlaufen als Befestigung für den langen Henkel. Außerdem gibt es Trageriemchen aus Gurtband, verziert mit Apfelwebband.

upcycling oben

Anschließend habe ich eine passende Innentasche zugeschnitten und mit dickem Vlies gefüttert, eine Wendeöffnung offen gelassen und Außentasche mit Innentasche am obenen Rand geschlossen. Nun wurde das gute Stück gewendet und die Öffnung geschlossen. Den langen Henkel hab ich nach eigenem Längenempfinden ausgemessen, doppellagig genäht und per Schlüsselringen (Apfelform!!!) und Karabiner an die Schlaufen angebracht.

upcycling henkel

Als Verschluss für die Tasche dienen Kamsnaps und ein besonderer Hingucker ist der grüne Gürtel, der von der Farbe her super passt – und hier im Haushalt ungenutzt vor sich hin vegetierte 😉

Die Tasche ist nun 40 cm breit und 46 cm hoch – da passt viel rein, durch die dicke Fütterung sogar der Laptop.

Die Fotos sind übrigens am großen Fensterladen der ehemaligen Schusterwerkstatt meines Opas entstanden. Die werde ich wieder als Hintergrund nutzen, ganz sicher…

Collage Upcyclingtasche

Die Upcyclingtasche habe ich den Initiatoren der Nöbdenitzer Facebook-Seite zur Versteigerung zur Verfügung gestellt. Auf dieser Seite wird aktuell seit einiger Zeit auf den Baum aus uralten Zeiten als Wahrzeichen unserer Region aufmerksam gemacht. Hintergrund war die drohende Fällung aufgrund von behördlichen Sicherheitsbedenken. In der Folge gründete sich ein Rettungsbündnis, welches auch Spenden für den Erhalt der Eiche sammelt. So geht der Erlös dieser kleinen Versteigerung auch zu 100 % in die Spendenkasse für unsere Tausendjährige Eiche. Wer sich dafür interessiert: Von heute ab 18 Uhr an bis um die gleiche Zeit am Sonntag, den 20. Juli 2014, kann geboten werden 🙂

Bis bald und liebe Grüße,

eure Maja

Stoff ist nicht gleich Stoff

Stoff ist nicht gleich Stoff

Ich bin ein Kind der Siebziger Jahre. Meine Kleidung war (DDR hin oder her) bunt, (was ich nicht zeigen kann aufgrund schwarz-weiß Fotografie…) und bestand höchstwahrscheinlich aus Silastik und anderen synthetischen Fasern. Mit Sicherheit wurde sie brutal eingefärbt. Hier seht ihr mich mit Mama (sie war auch bunt).

IMG

Jeans hießen Niethosen und T-Shirts Nickis. Sehr gut kann ich mich noch an meine Clogs erinnern, die ich um 1980 herum trug – schicke Schuhe mit Riemchen hinten, Obermaterial Jeansstoff und an den Seiten ein Marienkäfer als Applikation. Wahrscheinlich waren Weichmacher in der Sohle, genauso wie in meiner Gummigiraffe und in meiner Puppi. Sehr trendy waren auch später, Mitte der 80er Jahre, Plastikbeutel und Plastikkörbe in Flechtoptik – könnt ihr euch erinnern? Ich habe damit eine Wassermelone getragen (in Gera auf der Sorge gekauft, zum Zug geschleppt und dann vom Bahnhof nach Hause. An was man sich so erinnert, wenn man es mal versucht ;-)) Die Sache mit der Wassermelone passt auch noch zum Film, den wir damals alle liebten, nicht wahr… Der scheint aber zumindest nachhaltig zu sein.

Meine Erinnerung ist von Plastik und Synthetik geprägt, welches heute nicht nur unsere Meere verschmutzt. Dass sich 1980 DIE GRÜNEN gründeten – die Partei, die der umweltbezogenen Sorglosigkeit entgegenwirken möchte – war damals nicht mein Thema, dazu war ich schlichtweg zu jung. In meiner Erinnerung tauchen später erst Menschen in gestrickten Pullovern auf; Frauen, die ihre Kinder in Tragetüchern umschnürten, und Jutebeutel. Die Reaktionen darauf waren zwiespältig. 2010 arbeitete ich einige Zeit für Anja Siegesmund, die Fraktionschefin der GRÜNEN im Thüringer Landtag – und nicht nur hierbei konnte ich merken, dass die Begriffe Bio, Umweltschutz und Nachhaltigkeit das Jute-Image in den Köpfen vieler Menschen abgelegt haben.

Ich finde es wunderbar, dass unsere Kinder mit Begriffen wie biologisch, ökologisch, nachhaltig, Recycling und seit neuestem Upcycling ganz selbstverständlich aufwachsen, auch wenn es dazu unterschiedliche Standpunkte und Schwerpunktsetzungen gibt. Es ist nicht mehr exotisch und wird weniger belächelt, Nachhaltigkeit für das eigene Leben zum Thema zu machen. Schon in Kindergarten und Schule ist dies ein Thema. Neben den hochwertigen Produkten in unseren Bioläden versuchen auch Discounter auf den Bio-Zug aufzuspringen; neben hochwertiger Bio-Kleidung versuchen Kleiderketten selbiges in Form von „grüner Mode“. Ich möchte dies nicht bewerten, aber wenn die Industrie nicht ein Gespür für einen Trend hat, wer dann… Es bewegt sich etwas. Das Problem ist aber überall – ein Produkt soll höherwertig und vielleicht auch biologisch korrekt sein, möglichst aber nicht mehr kosten.

Wenn wir uns aufregen über die Arbeitsbedingungen der Näher und Näherinnen in den armen Ländern wie Bangladesh, sollten wir nie diejenigen aus den Augen verlieren, die die Stoffe für den breiten Markt herstellen. Es liegt nahe zu vermuten, dass billig einzukaufender Stoff weder hochwertig ist, noch dem allgemeinen und gesundheitlichen Wohl der ihn produzierenden Menschen dient.

Auf dem breiten Stoffmarkt ist es für uns begeisterte Näherinnen mit Nachhaltigkeitsgedanken leichter geworden, eine Auswahl an Produkten zu finden an GOTS– und BEST-zertifizierten Stoffen und Garnen. Mir ist dies wichtig. Ich möchte mit meinen Näharbeiten nicht nur meinen Kunden, meiner Familie (und manchmal auch mir) Freude bereiten. Hochwertige Stoffe zu kaufen ist ein kleiner Versuch zu sozialeren Arbeitsbedingungen in der Stoffproduktion beizutragen und Arbeitsplätze zu sichern. Der Bezug regional produzierter Garne und Materialien mit kurzen Transportwegen senkt die CO²-Belastung und Müllbelastung. Langlebige Qualität an Stoffen und Materialien lädt ein zu Upcyclingprojekten – weg von der Wegwerfkultur, hin zur Umnutzung. Bleibt die Preisfrage, bleibt die Frage nach dem Wert und was es einem wert ist. Die muss jeder für sich selbst beantworten.